
Gasfedern sind hydropneumatische Verstellelemente. Sie bestehen aus Druckrohr und Kolbenstange mit Kolbenaufbau. Die Kraft der Gasfeder wirkt dabei so gegen die Gewichtskraft der Anwendung, dass der Kraftaufwand des Bedieners deutlich vermindert wird. Rein physikalisch betrachtet ist die Gasfeder ein Energiespeicher. Sie speichert während des Absenkens den Großteil der dabei frei werdenden Energie, die dann beim Anheben wieder abgegeben wird, wodurch dem Bediener "geholfen" wird.
Die blockierbare Gasdruckfeder – VARILOCK – verfügt ebenfalls über einen Kolben, der den Innenraum des Druckrohres in zwei Arbeitskammern trennt. Allerdings befindet sich im Verbindungskanal zwischen den beiden Kammern ein Ventil, welches ein Durchströmen des Kolbens verhindert. Hierdurch kann die VARILOCK in jeder Hubposition blockiert werden. Zum Öffnen des Ventils ist der kolbenstangenseitige Auslösestift zu betätigen.
Bei der VARILOCK unterscheidet man in elastisch und starr blockierbare Gasfedern.
Die elastisch blockierbaren Gasfedern (EL1/EL2) sind mit Stickstoff gefüllt. Geringe Mengen Öl dienen zur Schmierung der Dichtungen. Da Gas komprimierbar ist, ist die Positionierung der Kolbenstange im blockierten Zustand in Zug- und Druckrichtung elastisch.
Die starr blockierbaren Gasdruckfedern enthalten zusätzlich einen freischwimmenden Kolben der die ölgefüllten Arbeitskammern in denen sich der Kolben bewegt, hermetisch von der mit Stickstoff gefüllten Druckkammer trennt.
Hier unterscheidet man starr in Zug (HY1/HY3) und starr in Druck (HY4/HY6). Der elementare Unterschied besteht in der Aufteilung/Positionierung der Gas- bzw. Ölkammer.